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Kinder und Jugendliche kommen aus unterschiedlichen Gründen zu uns. Manchmal kann ihnen ihre Familie nicht die Unterstützung geben, die
sie brauchen. Oder es ist niemand da, der die Verantwortung übernehmen kann oder will. Wenn es daheim nicht mehr weitergeht und es nötig ist Abstand zu schaffen, kann eine Wohngruppe
eine sinnvolle Alternative und eine "Heimat auf Zeit" sein. Was soll erreicht werden?
So unterschiedlich wie die Gründe sind auch die Bedürfnisse der Jugendlichen. Je nachdem welche
Bedeutung für die Entwicklung Schutz und Zuwendung, Beziehung und Partnerschaftlichkeit, Klarheit und Orientierung, gezielte Förderung oder die Begleitung bei der Aufarbeitung belastender Erlebnisse haben, muss auch die
Erziehung ausgerichtet sein. Es gilt zu bedenken, ob die Eltern wieder aktiv an der Erziehung mitwirken können/möchten, oder ob es wichtig ist, dass der junge Mensch lernt “auf eigenen Füssen zu stehen”.
Eine Wohngruppe bereitet auf die Selbständigkeit vor. Ziel ist aber, wenn möglich, immer eine Rückführung in die Familie. |
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In den Wohngruppen an der Blau und Wiblingen leben jeweils sechs Jungen und Mädchen unterschiedlichen Alters zusammen. Die Lage in einer
normalen Wohngegend bedeutet mehr Alltäglichkeit und die Chance, sich in dem Stadtteil heimisch zu fühlen. Damit verbunden sind aber auch größere Anforderungen an Selbständigkeit, Eigeninitiative und sozialer
Rücksichtnahme. Die Jugendlichen besuchen in der Regel öffentliche Schulen oder befinden sich in Ausbildungen. Im Haus haben alle Bewohner/innen ihr eigenes Zimmer. Zudem gibt es ein gemeinsames Wohnzimmer und einen
gemütlichen Platz zum Essen. Zum Haus gehören weiterhin ein Garten mit einer Terrasse und ein Freizeitraum mit Billardtisch.Stabilität und die übersichtliche Gruppengröße sind wichtige Faktoren für eine
gute Entwicklung. Die jungen Menschen sollen die Chance haben, Beziehungen einzugehen und Vertrauen aufzubauen. Nur so können Probleme angegangen werden. Damit der Zusammenhalt gefördert wird, unternehmen die
Wohngruppen jeweols gemeinsame Ausflüge und mehrtägige Freizeiten miteinander. Wichtig ist allerdings auch, dass sich die jungen Menschen auf das Leben in einer Wohngruppe einlassen. Das bedeutet: mit anderen Menschen
zusammenzuleben, sich einzubringen, an der eigenen Entwicklung mitzuarbeiten. |
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Betreuung
Für die Teams ist es eine wichtige Aufgabe, den
unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden und den Jugendlichen dennoch einen sicheren und stabilen Rahmen zu geben. Für die Betreuung und Förderung der Jugendlichen steht jeweils ein 3-köpfiges
sozialpädagogisches Team sowie Praktikant/innen zur Verfügung. Die Teams werden durch Fachberatung und Supervision in der Arbeit begleitet.
Wir informieren Sie gerne ausführlicher - rufen Sie doch einfach an und vereinbaren ein Informationsgespräch mit uns. |
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Das Leben in einer Wohngruppe in der nur Mädchen sind, kann für manche Mädchen und junge Frauen eine Chance sein. In einer
Atmosphäre der Zuwendung und Geborgenheit können Defizite aufgearbeitet, neue Sicherheiten gewonnen und Lebenspläne erarbeitet werden. In unserer Wohngruppe in Ulm haben wir einen Ort geschaffen, an dem dies möglich
ist. In dem geräumigen Haus können sechs Mädchen wohnen und leben. Betreut werden sie von einem kompetenten Frauenteam.
Wer kann in die Mädchenwohngruppe aufgenommen werden?
Die Mädchenwohngruppe richtet sich an Mädchen und junge Frauen im Alter von ca. 12 bis 18 Jahren. Die Mädchen kommen aus den unterschiedlichsten Gründen in die Gruppe. Gewalterfahrungen in der Familie,
Missbrauch, Trennung, Scheidung oder andere einschneidende Erlebnisse sind häufig Gründe für eine Aufnahme in der Wohngruppe. Manche der Mädchen erkennen die Chance des neuen Lebensabschnittes, andere haben besonders am
Anfang Schwierigkeiten sich in die neue Lebensumgebung einzugewöhnen. Uns ist wichtig, dass sich die Mädchen während der Probezeit bewusst für das Leben in der Gruppe entscheiden. Das bedeutet, sich einzulassen,
eigene Ziele zu setzen und mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen an diesen zu arbeiten. Was wollen wir erreichen?
Grundsätzliches Ziel der Arbeit ist die Verselbständigung der Mädchen und jungen Frauen oder deren Rückführung in ihre Herkunftsfamilie.
Der Weg zum ZielDie Mädchen und
jungen Frauen werden ganzheitlich wahrgenommen und entsprechend den gemeinsam im Hilfeplanverfahren erarbeiteten Zielen unterstützt und begleitet. Wichtige Leitlinien sind dabei: Echtheit, Einfühlungsvermögen, Respekt
und Wertschätzung. |
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Das Team In der Wohngruppe
arbeitet ein engagiertes, qualifiziertes Frauenteam. Alle bringen sich mit ihrem fachlichen Wissen, eigenen Vorerfahrungen sowie ihrer Persönlichkeit in die Arbeit ein. In regelmäßigen Team- und Beratungsgesprächen
sowie durch Supervision werden die Mitarbeiterinnen in ihrer Arbeit begleitet und unterstützt.Die Mitarbeiterinnen halten sich durch Fortbildungen und Teilnahme an Fachveranstaltungen auf dem Laufenden.
Die Bereitschaft, sich insbesondere zu mädchenspezifischen Themen weiterzubilden, wird auch von neuen Mitarbeiterinnen erwartet. |
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